Wenn es um St. Georgen geht, ist ganz St. Georgen zur Stelle. Deshalb verwundert es kaum, dass der Sitzungsraum im Feuerwehrhaus beinahe aus allen Nähten platzte, als am Freitag, dem 13. Februar, zur Informationsveranstaltung zum Dorf-Bauprojekt sowie zum Dorf- und Stadtgespräch eingeladen wurde.
-Obmann Gerhard Ritt begrüßte Bürgermeister Werner Krammer, Landtagsabgeordneten Vizebürgermeister Mario Wührer, Vizebürgermeister Armin Bahr, die Stadträte Wolfgang Durst und Peter Engelbrechtsmüller, die Gemeinderäte Astrid Tanzer und Lukas Hintsteiner sowie Abt Petrus Pilsinger, Projektleiter Martin Helm, den Seitenstettner Bürgermeister Johann Spreitzer und viele andere begrüßen durfte, übergab er das Wort an Lukas Hintsteiner. Dieser sprach schließlich über das Thema, das den St. Georgner unter den Nägeln brennt: Der Stand beim Dorf-Bauprojekt. auprojekt in verkleinerter Form umgesetzt
eit 2020 wird an der Idee gearbeitet, sich die Gastronomie wieder in den Ort zu holen – ein Plan, der sich im Laufe der Jahre mittels zweier Projektpartner folgendermaßen erweitert hatte: Die Stadtgemeinde sollte den Turnsaal und die zweite Kindergartengruppe, die Dorfgemeinschaft die Gastronomie, Foyer und Veranstaltungssaal sowie das Stift Seitenstetten die Renovierung des Pfarrhofs übernehmen. Dies war auch der letzte Stand, wie er im Vorjahr übermittelt wurde. „Der nächste Schritt war nun, Firmen für die Arbeiten zu suchen“, so Hintsteiner. Dabei zeigte sich, dass die Kosten in den vergangenen Jahren so extrem gestiegen waren, dass der Bau in der geplanten Form trotz aller Überlegungen, Ausschöpfung von Förderungen und Gesprächen mit der Stadt finanziell nicht zu stemmen ist. Diese Feststellung war für die langjährigen Organisatoren des Projekts ernüchternd, doch in dieser Phase wurde auch eine neue Idee geboren: „In der Gemeinde ist der Turnsaal für 2026/27 budgetiert“, erklärte Hintsteiner. „Darum müssen wir umsetzen, was möglich ist – und wir werden das Projekt in Etappen realisieren.“ Aus diesem Grund wird die Gastronomie fürs Erste nicht gebaut, doch es ist klar, dass für die Volksschule etwas getan werden muss, schon deshalb, um den Schul- und Kindergartenstandort zu erhalten – denn diese entsprechen nicht mehr den Anforderungen der Zeit. So hat der „Turnraum“ nur 70 statt der vorgeschrieben 180 m2 und der Zustand der Räume der Schule ist, wie es beschönigend aus dem Publikum hieß, als „museal“ zu bezeichnen.
Eröffnung 2027
„Deshalb werden wir die Chance, die sich hier mit dem Turnsaal bietet, ergreifen, auch wenn wir auf etwas anderes verzichten müssen“, steht Hintsteiner hinter der neuen Planung. Das heißt, dass St. Georgen einen multifunktionalen Turnsaal bekommt, unter diesem wird eine zweite Kindergartengruppe Platz finden und schließlich steht eine Modernisierung von Schule und Kindergarten am Plan. Dabei soll der Turnsaal so geplant werden, dass der Anbau der Gastronomie auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich ist. „Der Bau des Turnsaals soll noch heuer losgehen!“, so Hintsteiner. Laut Projektleiter Baumeister Martin Helm wäre es das Ziel, den Turnsaal im Herbst 2027, spätestens zu Weihnachten, zu eröffnen.
„Waidhofen weiter bringen“
Nach der Diskussions- und Fragerunde ergriff Bürgermeister Krammer das Wort, um Impulse zum Thema „Waidhofen weiter bringen“ aufzugreifen. Dabei ging er natürlich nochmals auf das Bauprojekt ein. „Vielleicht ist jetzt noch nicht der Moment für das vollständige Projekt – aber dieser Zeitpunkt wird noch kommen!“, sprach er den St. Georgnern Mut zu. „Und jetzt ist der erste Schritt getan, und wenn es so weit ist, werden wir als Partner bereitstehen.“ Unter dem Motto Waidhofens für 2026, „Sorgen in Chancen verwandeln“ hat man sich in der Stadt drei Schwerpunkte gesetzt, nämlich Infrastruktur, Sicherheit sowie Kinderbetreuung und Bildung, was auch als klares Bekenntnis zu den Dörfern zu sehen ist. Mit Partnern will man weitere Pläne in der Wirtschaft umsetzen sowie in der Gesundheit, wobei auch das Thema Notarztversorgung sowie Primärversorgungszentrum angesprochen wurde.
Zum Abschluss des Abends wurde der Imagefilm über St. Georgen präsentiert, der großen Anklang fand.






































