Alltag und Feste

Hier in St. Georgen in der Klaus leben mehr als 500 Menschen.

Das Leben im Dorf ist von den hauptsächlich bäuerlichen Einwohnern geprägt. Das heißt harte Arbeit im bäuerlichen Betrieb, Wind und Wetter ausgesetzt. Einnahmequellen sind der Wald, die Viehzucht, die Milchwirtschaft. Aber auch kleinere Spezialgebiete wie Schnapsbrennen, Fischzucht, Produktion von Schuljoghurt etc. tragen zu manchem Einkommen bei. Die Zahl der Vollerwerbsbauern ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen, der Nebenerwerb ist fast schon zur Norm geworden.

Ein interessantes Detail am Rande: täglich werden in St. Georgen 2000 Ziegen gemolken. Damit ist St. Georgen in der Klaus das Dorf mit den meisten Ziegen pro Einwohner in Österreich.

Das gesellschaftliche Leben im Dorf wird sehr stark von den hiesigen Vereinen getragen. Wenn Sie St.Georgen in der Klaus besuchen, kann es leicht sein, dass Sie ein paar Minuten ihr Auto abstellen müssen, weil gerade die Trachtenmusikkapelle ihre Marschformation für das nächste musikalische Wettspiel übt. Übungsgelände ist dann die Dorfstraße. Wenn Sie der Trachtenmusikkapelle zusehen, fällt Ihnen sicher auf, dass so viele junge und ganz junge Musikanten mit Begeisterung mitspielen. Und viele der 53 Mitglieder der Musik sind stolz darauf, dass einige ihrer Kollegen im Radio-Symphonie-Orchester, beim Linzer Bruckner Orchester und ähnlichen Spitzenorchestern Karriere gemacht haben. Das Niveau unserer Bläser und der anderen Musikanten und Musikantinnen ist nämlich – trotz ihres jugendlichen Alters, erstaunlich hoch. Der Musikverein selbst wurde schon vor 1842 gegründet.

Apropos üben – auch die Freiwillige Feuerwehr können Sie beim Üben treffen: ihre Teilnahme an vielen Feuerwehr-Wettkämpfen wurde schon oft mit schönen Platzierungen belohnt. Fortbildung wird groß geschrieben, sodass die Feuerwehr wirklich in der Lage ist, nicht nur bei Bränden, Unfällen und sonstigen Katastrophen wirkungsvoll zu helfen, sondern auch vorbeugend mit Rat und Tat für das Dorf und seine 500 Einwohner da zu sein. Auch bei der Feuerwehr sind auffallend viele junge Burschen und Mädchen mit Ernst dabei.

Viel jünger als Musik und Feuerwehr ist der Dorferneuerungsverein. Er geht auf eine Initiative im Jahr 1988 zurück, die zur Inbetriebnahme einer Hackschnitzelheizung für das Dorfzentrum führte. Die gelungene Umgestaltung des Ortszentrums, die Fassadengestaltung vieler Höfe, die Renovierung öffentlicher Bauten oder Bauteile sind Erfolge dieses Dorferneuerungsvereines. Was aber vielleicht der wichtigste Erfolg dieses Vereines ist: er hat es geschafft, ein allgemeines Bewusstsein für die Verantwortung jedes Einzelnen für eine schöne Präsentation von Hof und Dorf zu schaffen.

Die Jungen und die jung Gebliebenen treffen sich im Rahmen des Sportvereines zum Tennismatch, zum Eisstockschießen, zum Reiten, zum Wandern.

Erste Erfahrungen, wie eine Gruppe zu führen ist, können Jugendliche bei der Katholischen Jugend sammeln, in der Burschen und Mädchen auf der Basis religiöser Werte ihre Heimat kennenlernen und ihre schulische Bildung in der Gemeinschaft der Katholischen Jugend ergänzen können.

Im dritten Lebensabschnitt unserer Dorfbewohner trifft man/frau sich regelmäßig jeden Monat im Gasthaus beim Seniorennachmittag.

Leben in St. Georgen in der Klaus heißt aber nicht nur Arbeit, sondern auch Feste feiern oder an Veranstaltungen teilnehmen, die Einkehr und Erholung vom Alltag ermöglichen. Jeder der Vereine hat sein eigenes Fest oder seinen Ball. Kirchweih (nämlich der legendäre „Georgi-Sundag" um den 23. April herum) oder die drei Wallfahrten nach Maria Neustift, St. Leonhard am Walde und auf den Sonntagberg, sowie der „Altentag" für die Pensionisten sind der Bitte um gedeihliches Fortkommen und der inneren Einkehr gewidmet.

Das war schon immer so. In kirchlichen Aufzeichnungen ist zum Beispiel festgehalten, dass im Jahre 1771 ganze 18 Prozessionen in St. Georgen bzw. mit St. Georgnern stattfanden.

Auch so manche Hochzeit, Taufe und der Besuch eines kirchlichen oder öffentlichen Würdenträgers kann zum Fest für den ganzen Ort geraten.

Zwei Mal im Jahr findet ein Fest der St. Georgner außerhalb ihres Dorfes statt: Wenn die Trachtenmusikkapelle an zwei Sommer-Sonntagen im Waidhofner Konviktgarten aufspielt und dort von flotter Marschmusik über Walzer bis Musicalmelodien alles bietet, was das Herz begehrt. Dass dazu regionale Kost und guter Trunk geboten wird, ist selbstverständlich.

Auch dort - im Konviktgarten - sind Sie, liebe Zuhörerin, lieber Zuhörer, herzlich willkommen!

 

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